Ausreichend versichert für Downhill Rennen?
Swiss Cycling hat darüber informiert, das bei der Ausübung sogenannter Risiokosportarten (bsp. Downhill Rennen) von den Versicherungsgesellschaften Abzüge oder sogar Streichung der Leistungen im Schadenfall vorgenommen werden. Darum ist es wichtig, abzuklären, ob - bei geplanter Ausübung einer solchen "Risikosportart" - ein ausreichender Versicherungsschutz (evtl. über Zusatzversicherung) vorhanden ist. Wenn nicht, könnte dies vielleicht teuer werden, trotz einer Unfallversicherung.
Die Versicherungsgesellschaften führen Listen mit Risikosportarten und bei vielen Gesellschaften zählt zum Beispiel die Disziplin Downhill als Risikosportart. In diesem Fall kann es sein, dass von der Versicherung nur 50 % oder gar keine Unfallkosten übernommen werden.
Swiss Cycling empfiehlt daher, sich bei der eigenen Versicherung zu erkundigen, ob der Versicherungsschutz genügt, um Radrennen zu bestreiten.
Falls dieser nicht genügt, gibt es die Möglichkeit bei Swiss Cycling eine Versicherung abzuschließen, die Unfälle im Rahmen eines Rennens abdeckt. Dieser Versicherungsschutz ist subsidiär, d.h. es werden die Kosten übernommen, welche von der eigenen Versicherung nicht bezahlt werden. Alle Informationen hierzu findest Du über den unten stehenden Link zu Swiss Cycling.
Um als Jugendliche/r die Zusatzversicherung zu bekommen wird eine Mitgliedschaft bei Swiss Cycling vorausgesetzt (CHF 30/p.a). Jugendliche und Hobbyfahrer haben die Möglichkeit eine „Cycling for all“-Lizenz zu lösen. Dies ist eine Hobbyfahrerlizenz mit der man alle Rennen in den Kategorien Fun, Cycling for all, Hobby, Open, etc. fahren kann. Die Lizenz an sich ist gratis, aber um die Lizenz zu beziehen, müsste man Mitglied sein oder werden. Der Jahresbeitrag beträgt für erwachsene Mitglieder eines Veloclubs CHF 85 und für Kids/Jugendliche CHF 30. Die subsidiäre Unfallversicherung kostet dann noch zusätzlich CHF 25. Über Swiss Cycling können auch noch weitere Zusatzversicherungen bestellt werden.
Hobbyfahrer können das Lizenzbegehren für die „Cycling for all“-Lizenz telefonisch (031 359 72 33) oder per Mail (info(at)swiss-cycling.ch) bestellen.
Bei der Recherche dieses Themas wurde immer wieder festgestellt, dass es einheitliche und vollständige Listen mit Risikosportarten gar nicht gibt. Die Versicherer können also willkürlich entscheiden, ob sie Unfälle einer (bis dato vielleicht noch gar nicht aufgeführten) Risikosportart zuordnen und damit massive Leistungskürzungen veranlassen. Da solche Entscheide immer erst NACH einem Ereignis getroffen werden, bleiben uns Versicherten eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Wir haben von Anfang an eine Menge von Versicherungen, welche wir wahrscheinlich gar nie benötigen (sind also zum Wohle der Versicherer überversichert) oder gehen mit unseren bestehenden Versicherungen ein "Risiko" ein. Ganz nach dem Motto: "Versicherungsgesellschaften sind Organisationen die Regenschirme verteilen wenn die Sonne scheint - und sie wieder einziehen wenn es zu tröpfeln beginnt".
Wenn man sich ein wenig mit Zahlen und Statistiken beschäftigt dann stellt man bsp. fest, dass 2009 insgesamt 44'608 Fussballunfällen gerade mal 6'121 Unfälle beim "Biken im Gelände" gegenüberstanden (Quelle: aktuelle SUVA Unfallstatistik). Ein Fussballunfall kostete 2009 im Schnitt etwa CHF 800 weniger als ein Bikeunfall, doch bei den Gesamtausgaben stehen sich 163.1 Mio (Fussball) und 27.4 Mio (Biken) gegenüber. In der gleichen SUVA Statistik wurden dann Radrennen (ohne nähere Disziplinen-Spezifizierung) nochmals separat aufgeführt. Hier ist zu beachten, dass ein durchschnittlicher Unfall an einem Radrennen 2009 CHF 32'301 gekostet hat. Wenn man diese Statistik mit den aufgelisteten Risikosportarten vergleicht, fällt auf, dass jede Sportart, welche pro Fall über CHF 10'000 kostet, auf der Liste Risikosportarten aufgeführt ist. Anscheinend werden also nicht die Sportart selbst sondern nur die Kosten pro Fall als Kriterium für eine Beurteilung als Risikosportart genutzt. Dass gerade im Downhill umfangreiche Schutzausrüstungen vorgeschrieben und eingesetzt werden, ist überhaupt nicht berücksichtigt. Übrigens ist noch anzumerken, dass in dieser umfangreichen Statistik von SUVA die gleich Sportart (bsp. Biken im Gelände) unterschiedliche Zahlen enthält, was der Aussage "Glaube keiner Statistik welche Du nicht selbst gefälscht hast" entgegenkommt.
Genug der langen Worte: Liebe Eltern, klärt doch einfach mal ab, ob ihr und eure Kinder für Sportunfälle ausreichend versichert seid (nicht nur für Rennen sondern auch in der Freizeit). Falls nicht, prüft doch einfach das Angebot von Swiss Cycling.
Unter diesem Link könnt Ihr direkt das Swiss Cycling Anmeldeformular zur Bestellung einer "Cycling for All Lizenz" mit Option Subsidiäre Unfallversicherung (plus noch weitere optionale Zusatzversicherungen) herunterladen. Dieses Formular gilt für bestehende Swiss Cycling Mitglieder plus Neumitglieder. Tauchen Fragen auf, können diese wahrscheinlich über diesen Link geklärt werden. Und Anmeldungen sind selbstverständlich auch Online möglich.
PS: Wir empfehlen eine zusätzliche Mitgliedschaft bei Swiss Cycling da sich Swiss Cycling aktiv in der Nachwuchsförderung engagiert. Für Familien gibt es besonders attraktive Kombiangebote.
Links mit weiterführenden Informationen:
- Themeninformation von Swiss Cycling
- Themeninformation beim IXS Downhill Cup
- SUVA: Wagnisse - Gefährliche Sportarten
- SUVA: Unfallstatistik
- unfallstatistik.ch
Last but not least: Wie wäre es mit einer Initiative "Helm und Schonerpflicht beim Fussball"? :-) Und wenn Jagen eine Sportart wäre, dann würde "Jagd" auch auf der Liste der Risikosportarten auftauchen.
Die Radsportschule expandiert :-)Unser Trainer Jeffrey war im Herbst 2011 in Nepal unterwegs, um neue Gebiete für die Radsportschule zu erschliessen :-). Um zu zeigen, welche Kontakte er geknüpft hat, schickt er uns ein Bild!
(Selbstverständlich darf diese Notiz ernst genommen werden :-)) Bundesratsbeschluss: Velovignette nur noch bis 31. Mai 2012 gültig
Mit der Abschaffung der Vignettenpflicht für Fahrräder (und gleichgestellte Motorfahrzeuge wie e-Bikes bis 25km/h) muss das Strassenverkehrsgesetz (SVG Art. 70) angepasst werden. Für E-Bikes über 25 km/h besteht weiterhin eine obligatorische Haftpflichtversicherung. Verursacht zukünftig ein Velofahrer einen Unfall (ist nachgewiesen Schuld am Unfall), so muss seine Haftpflichtversicherung oder er selbst den Schaden bezahlen. Deshalb gilt es jetzt bei der Privathaftpflicht Versicherung sicherzustellen, dass mit dem Velo verursachte Schäden an Fremdfahrzeugen auch zukünftig bezahlt werden. Wichtig für Eltern: Sicherstellen, dass in der Privathaftpflicht ein ausreichender Haftungsschutz für Unfälle, verursacht durch die eigenen Kinder, besteht. Falls ein nicht Haftpflicht versicherter Fahrradfahrer an einem Fremdfahrzeug einen Schaden verursacht, so kann der Fahrzeughalter gemäss SVG Art. 76ff Ersatzforderungen beim Nationalen Garantiefonds beantragen. Das gleiche gilt, wenn ein Unbekannter einen Schaden am eigenen Fahrzeug verursacht. Allerdings gilt es in jedem Fall die Voraussetzungen und gesetzlichen Grundlagen zu beachten, unter denen ein Antrag beim Nationalen Garantiefonds beantragt werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang: Sobald gerichtliche Schritte (bsp. in Form einer Anzeige) gegen einen Schadenverursacher (bekannt oder unbekannt) eingeleitet worden sind, besteht KEIN Anspruch mehr auf Entschädigung durch den NGF (SVG Art. 79d Abs. 2). Für Radrennen gelten nach wie vor besonderen Regelungen (SVG Art 72). Falls aus Sicht des Rennfahrers ein zusätzlicher Versicherungsschutz gewünscht wird, so kann dieser zusammen mit der Rennlizenz gegen eine Zusatzgebühr von CHF 25 bei Swiss Cycling bestellt werden. Diese Versicherung gilt nicht nur für Strassenrennen sondern auch für "Risikosportarten" wie Downhill usw. SC Mitglieder ohne Rennlizenz (Fahrer Hobby/Fun) können die Zusatzversicherung auch abschliessen, Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft bei Swiss Cycling. Erfolgreiches Bike Camp 2011 im KerenzerbergDieses Bike Wochenende der Radsportschule hatte es wirklich in sich: Bestes Herbstwetter, hervorragende Unterkunft und Verpflegung, top motivierte Kids, Jugendliche und Trainer, das alles gespickt mit spannenden Lektionen und herausfordernden Events.
Für das Wochenende vom 30.9. - 2.10.2011 wurde von der Radsportschule Lägern unter der Federführung von Thomi Frischknecht das Kids Bike Weekend 2011 im Sportzentrum Kerenzerberg organisiert. 35 Radsportschülerinnen und Radsportschüler haben unter der Leitung von 9 Trainer/Assistenten haben an diesem Weekend teilgenommen. Bei bestem Wetter wurde den Kids ein erlebnis- und erfahrungsreiches Programm geboten. Zum Auftakt am Samstag Morgen trainierten die jungen SportlerInnen im Rahmen von Postenarbeiten Biketechniken in verschiedenen Anforderungsstufen. Am Nachmittags ging es dann - nach Stärkeklassen aufgeteilt - auf längeren Touren über den Kerenzerberg. Der Sonntag begann mit einer "Olympiade". An 9 Posten wurde die Jungen in abwechslungsreichen Aufgaben gefordert. Jedes Kind war ein Gewinner da es in erster Linie um die Teilnahme ging. Nach einem längeren Gruppenerlebnis in sonntäglicher Nachmittagssonne begann schon wieder die Zeit des Abschieds und der Rückreise. Während des ganzen Wochenendes waren nur lachende und zufriedene Gesichter zu sehen. Auch für die Trainer war es trotz der vielen Aufgaben ein erholsames Wochenende da den Kids und Jugendlichen ein sehr grosses Lob in Bezug auf Fairness, Teamgeist und Disziplin ausgesprochen werden muss. Die Unterkunft und Verpflegung waren hervorragend und die zur Verfügung stehenden Sportangebote einmalig. Wir freuen uns alle schon auf das nächste Bike Weekend 2012! PS: Wenn Du noch mehr sehen möchtest, dann such doch einfach mal unter Fotos! Bikeparcour an der Schule in Unterehrendingen am 30.09.2011
Im Vordergrund dieser speziellen Schulstunde stand das Erlebnis, verbunden mit Fortschritt und dem dadurch entstehenden Selbstvertrauen. Die Kids lernten sehr schnell und das Lachen auf den Gesichtern zeigt, was die Kids von solchen Unterrichtsstunden in der frischen Luft halten! Organisiert wurde der Anlass durch die Schule Unterehrendingen und Unterstützung während des Erlebnisunterrichts wurde durch zahlreiche Mütter und Väter geboten. Wir danken allen Beteiligten für diesen tollen Anlass und freuen uns bereits auf eine Wiederholung im kommenden Jahr. Fotos von diesem Anlass findest Du hier. |



Der Bundesrat hat im Oktober 2011 beschlossen, die Velovignette per 2012 definitiv abzuschaffen. Mit der Abschaffung wird eine kostengünstige - jedoch anscheinend administrativ aufwendige - langjährige Institution der Schweiz abgeschafft. Die Vignette 2011 ist längstens noch bis zum 31. Mai 2012 gültig
Jetzt bereits in jährlicher Tradition, durfte die Radsportschule wieder einen Bikeparcour an der Schule Ifängli in Unterehrendingen durchführen. Am letzten Schultag vor den Herbstferien konnten einige Klassen aus Unterehrendingen Bike Luft schnuppern. Bereits schon traditionell leiteten erfahrene Trainer der Radsportschule Lägern diesen Erlebnisunterricht und führten die jungen Jahrgänge auf einem vielfältigen und altersgerechten Parcour in die Grundlagen des Bikens ein.
